Einträge von Detlef Vogt

US-Ersatzmarkt leidet unter Wirtschaftslage

Im laufenden Jahr wird der amerikanischen Reifenersatzmarkt um 2,8 Prozent zurückgehen, berichtet die Rubber Manufacturers Association (RMA). Dieser Rückgang spiegele sich in dem Rückgang des amerikanischen Wirtschaftswachstums wider. Das geringere Wachstum und die höheren Energiekosten scheinen sich auch in Nordamerika auf das Fahr- und Kaufverhalten der Autofahrer auszuwirken.

Insgesamt werden in diesen Jahr mit rund 312 Millionen Einheiten 8,9 Millionen Pkw- und Nutzfahrzeugreifen weniger verkauft als noch im vergangenen Jahr (320,8 Mio. Einheiten). Im kommenden Jahr soll die Nachfrage auf dem Ersatzmarkt dann allerdings wieder um sieben Millionen Einheiten auf 319 Millionen Reifen ansteigen, so die RMA.

Doppelschlag bringt Amtel im Retail-Geschäft voran

Amtel-Vredestein festigt seine Position auf dem russischen Ersatzmarkt durch eine erneute Akquisition und dringt gleichzeitig in den lukrativen Autoteilemarkt sowie den Reifengroßhandel vor. Wie der russische Reifenhersteller mitteilt, wird die eigene Retail-Geschäftseinheit AV-TO, zu der derzeit über 100 eigene Outlets gehören, den führenden Autoteiledistributeur LLC Trade House Pigma mit Sitz in Nischni Nowgorod übernehmen. Pigma selbst schließt derzeit gerade die Übernahme des Reifengroßhandels LLC Trade House Megashina ab.

Dieser Doppelschlag wird Amtels Position auf dem russischen Ersatzmarkt weiter festigen. Die dann neu fusionierte Retail- und Wholesale-Geschäftseinheit aus AV-TO, Pigma und Megashina wird einen Umsatz in Höhe von 250 Millionen Dollar erzielen, rechnet Amtel vor..

Porsche-Michelin-Supercup: Sieg für Uwe Alzen

Der Saisonauftakt zum Porsche-Michelin-Supercup 2006 hätte einige Zuschauer mehr verdient. Doch Sonntag ist nicht überall gleich Sonntag, so waren die Tribünen in Bahrain nur mäßig gefüllt. Der von der Pole ins Rennen gegangene belgische Kadach-Pilot David Saelens erwischte den besten Start vor Uwe Alzen vom Team SPS.

Dieser machte mit harten Attacken in den ersten Kurven dem Belgier jedoch gleich klar, dass er nicht mit Rang zwei zufrieden sein würde. Ende der zweiten Runde dann erwische Alzen die Eingangskurve auf die Zielgerade deutlich besser als Saelens und konnte seinen SPS-Porsche im ersten Rennen des neuen Teams in Führung setzen. Der Brite Richard Westbrook vom Racing Team Morellato PZ Essen nutzte dann einen kleinen Fehler von Saelens aus und konnte vorbei gehen, ohne aber noch mal Boden auf den führenden Alzen gut zu machen.

Uwe Alzen ließ nichts mehr anbrennen und passierte nach zwölf Runden als strahlender Sieger die Ziellinie. Bemerkenswert: Sowohl Sieger als auch Zweitplazierter starteten für neue Teams..

Sumitomo baut Kapazitäten in Südasien aus

Der Grundstein für die neue Sumitomo-Reifenfabrik in Thailand ist gelegt. Wie der japanische Hersteller mitteilt, sollen in der Provinz Rayong ab dem kommenden Jahr High-Performance-Reifen für den chinesischen Markt sowie für die ASEAN-Staaten (Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam) nach dem neuen automatisierten Produktionsverfahren namens „Taiyo“ gefertigt werden. Ende des kommenden Jahres soll eine Produktionskapazität von 8.

000 Pkw- und Llkw-Reifen täglich erreicht werden (jährlich rund 2,8 Mio. Einheiten). Zur Grundsteinlegung waren auch Sumitomo-Präsident Tetsuji Mino sowie Executive Officer Takaki Nakano zugegen.

Das Werk wird ab Fertigstellung von der Tochtergesellschaft Sumitomo Rubber (Thailand) Co., Ltd. betrieben; der Konzern investiert 13,3 Milliarden Yen (90 Mio.

Euro) in die neue Fabrik. Sumitomo betreibt außerhalb Japans noch Werke in China und Indonesien..

Bei Pirelli in Großbritannien wird gestreikt – demnächst

Nach rund 30 Jahren wird bei Pirelli in Großbritannien demnächst wieder gestreikt. Die Arbeiter der Fabrik in Carlisle werden am Freitag, 25. August, zunächst einen Tag lang in den Ausstand treten und für höhere Löhne streiken.

Wie die Gewerkschaft Transport & General Workers in lokalen Medien betont, sollen von den Arbeitern danach keine Überstunden mehr gemacht werden. Die Arbeiter der beiden Pirelli-Fabriken in Carlisle und Burton haben im Mai ein Angebot des Herstellers über eine 2,2-prozentige Lohnerhöhung abgelehnt und fordern mehr..

Eibach will Seat-Projektfahrzeug verschenken

Der Sieger des „Recaro Formel-3-Cup 2006“ darf sich freuen: Der Glückliche erhält am Saisonende einen ganz besonderen Preis, nämlich das neue Projektfahrzeug von Eibach, den Seat Leon TFSI. Veredelt mit feinstem Tuningzubehör vom Finnentroper Fahrwerksspezialisten Eibach und so renommierten Partnern wie Abt Sportsline, ATS, Hankook, Pantech, Recaro und natürlich Seat, ist im Rahmen des Projektes ein Fahrzeug entstanden, das nicht nur Spuren hinterlässt, sondern nachhaltig und eindrucksvoll die Kompetenz von Eibach und die seiner Partner auf die schönste automobile Art und Weise unter Beweis stellt, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. So exklusiv wie Motormanagement, Bodykit und Fahrwerk seien selbstverständlich auch Räder und Reifen des neuen Eibach-Projektfahrzeugs.

Der Leon rollt dabei auf den Hankook Ventus S1 in der Dimension 225/40 R18, dem Flaggschiff des koreanischen Reifenhersteller. Das völlig neuartige Profil mit seiner dreidimensionalen Welle, die von geraden Nuten eingeschlossen ist, sorge dabei für eine gleichzeitig sportliche, komfortable und überdurchschnittlich leise Performance. Ganz entscheidend unterstützten die ATS-Räder die sportliche Note des Eibach Seat Leon TFSI.

Ausgewählt wurde das „DTM Competition“-Rad, das in Design und Performance halten soll, was es verspricht. Das in der Größe von 8×18 Zoll verbaute Rad wiegt nicht einmal zehn Kilogramm. Voll im Trend liegt das Vielspeichendesign mit jeweils 18 Speichen.

Deutsche Hoyer-Gruppe setzt auf Michelin

Die deutsche Hoyer-Gruppe wird künftig ihr Reifenmanagement in wichtigen europäischen Ländern von Michelin übernehmen lassen, nachdem man in Großbritannien positive Erfahrungen gesammelt hat. Wie Michelin Tyre plc mit Sitz im englischen Stoke-on-Trent mitteilt, arbeite man in Großbritannien bereits seit 1997 mit der Hoyer UK Ltd. erfolgreich zusammen und rüste dort eine Flotte von rund 1.

200 Tanklastzügen mit Reifen aus. Dabei wird das Reifenmanagement durch ATS Euromaster ausgeführt, einer Michelin-Tochtergesellschaft. Erst kürzlich wurde ein Vertrag für Irland unterzeichnet (30 Tanklastzüge); dort führt Haughton & Son Tyres Ltd.

die Aufgaben im Rahmen des Kosten-pro-Kilometer-Vertrags aus. Ähnliche Verträge wurden mit der Hoyer-Gruppe für Belgien, Finnland, Deutschland, Holland und Luxemburg geschlossen. Hoyer ist in über 90 Ländern aktiv.

Auch Villeneuve muss Formel 1 unfreiwillig verlassen

Nachdem McLaren-Mercedes erst kürzlich den ehemaligen Hoffnungsträger Juan Pablo Montoya feuerte, wird nun auch der ehemalige Weltmeister von 1997, Jacques Villeneuve (35), unfreiwillig aus dem Rennen genommen – BMW-Sauber hat seinen kanadischen Piloten gefeuert und den Polen Robert Kubica (21) zum neuen Stammfahrer neben Nick Heidfeld ernannt. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Villeneuve nach der Entscheidung: „Ich hatte mich darauf gefreut, langfristig mit BMW zusammenzuarbeiten und in der kommenden Saison von der gemeinsamen Erfahrung zu profitieren.“ Villeneuve hatte in 14 WM-Rennen nur sieben Punkte geholt und der jetzt Beurlaubte wird womöglich – wie auch Montoya – in die amerikanische Nascar-Serie wechseln, so wird gemunkelt.

Matador kann Gewinn deutlich steigern

Im ersten Halbjahr hat die Matador-Gruppe ihren Umsatz auf 227 Millionen Euro steigern können. Dies stellt ein Wachstum um 14 Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeitraum dar. 80 Prozent des Umsatzes hat das Unternehmen mit im Geschäftsbereich Rubber erzielt.

Dazu gehören neben Pkw-, Llkw- und Lkw-Reifen und Transportbänder sowie Maschinen und Anlagen für die Reifenindustrie. Matador hat im Berichtszeitraum rund 4,6 Millionen Reifen in seinen Werken in der Slowakei, Russland (Jointventure Matador-Omskshina) und Äthiopien (Jointventure mit Addis Tyre) hergestellt und verkauft. Der Vorsteuergewinn der Matador-Gruppe lag im ersten Halbjahr bei 15,4 Millionen Euro, was einer Steigerung von 26 Prozent entspricht.

Apollo Tyres will Radialreifenfabrik in Indien bauen

Die Expansionspläne des indischen Reifenherstellers Apollo Tyres Ltd. nehmen kein Ende. Wie das Unternehmen mit Sitz in der nordindischen Stadt Gurgaon (Bundesstaat Hayana) jetzt mitteilt, habe man mit der Regierung des südindischen Bundesstaates Tamil Nadu ein so genanntes Memorandum of Understanding zum Erwerb von 54 Hektar Land unterzeichnet, wo innerhalb der nächsten drei Jahre eine hochmoderne Radialreifenfabrik entstehen soll.

„Wir beabsichtigen eine der besten und modernsten Radialreifenfabriken zu bauen“, so Chairman und Managing Director Onkar S. Kanwar in einer Veröffentlichung. In einer ersten Stufe sollen dafür rund 50 Millionen Euro investiert werden; bis zum kompletten Kapazitätsaufbau in fünf Jahren sogar über 85 Millionen Euro.

In der neuen Fabrik sollen hochwertige radiale Lkw-, Bus-, Llkw- sowie High-Performance- und Ultra-High-Performance-Pkw-Reifen gefertigt werden, heißt es weiter. Dafür werde man eigene Technologien und Kompetenzen nutzen. Die produzierten Reifen sollen für die Erstausrüstung wie auch den Ersatzmarkt in Indien und auf Exportmärkten bestimmt sein.

Anfangs werde die Kapazität rund 75 Tonnen betragen, später sogar über 250 Tonnen täglich. Die Fabrik soll während der kommenden zwei bis drei Jahre fertig gestellt sein. Apollo Tyres betreibt derzeit drei Reifen- sowie eine Schlauchfabrik in Indien.