Einträge von Andrea Löck

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Immer mehr Autos mit gravierenden Mängeln, warnt die GTÜ

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) sieht mit Blick auf eine aktuelle Analyse der Ergebnisse der von ihren Prüfingenieuren durchgeführten Hauptuntersuchungen an Pkw keinen Anlass dafür, in Sachen der an den Fahrzeugen festgestellten Mängel Entwarnung zu geben. Eher das Gegenteil sei der Fall, sagt das Unternehmen und spricht von immer mehr Autos, die mit gravierenden Mängeln auf deutschen Straßen unterwegs sind. Die Zahl der von der Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation bei der Pkw-Hauptuntersuchung festgestellten sicherheitsrelevanten Mängel soll sogar ein neues Rekordniveau erreicht haben.

Knapp 20 Prozent der von den GTÜ-Prüfingenieuren untersuchten Pkw erhielten demnach wegen erheblicher Mängel bis hin zur Verkehrsunsicherheit keine Plakette. Von den 42,3 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw sind 7,4 Millionen mit Mängeln an der Bremsanlage und 10,3 Millionen mit Mängeln an der Beleuchtung und Elektrik unterwegs, rechnet die GTÜ auf Basis ihrer Mängelstatistik für das erste Halbjahr 2011 hoch.

“Insgesamt wird der technische Zustand der Mehrzahl der Fahrzeuge immer schlechter.

Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn die dringend reparaturbedürftigen Pkw erhöhen das Unfallrisiko auf unseren Straßen erheblich”, warnt GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi. Bei den im Rahmen der Hauptuntersuchung geprüften zwei Millionen Pkw stellten die Prüfingenieure an 52 Prozent der Autos Mängel fest. Nur 48 Prozent der Fahrzeuge waren komplett mängelfrei.

Insbesondere bei älteren Fahrzeugen wurden nach Unternehmensangaben außer Elektrikmängeln vor allem Probleme an Bremsen, Achsen, Rädern und Reifen registriert. Einen Grund für den sich von Jahr zu Jahr verschlechternden Zustand sieht die GTÜ darin, dass viele Autofahrer Wartung und Service mehr und mehr vernachlässigen und notwendige Reparaturen nicht durchführen. Zudem halte der Überalterungstrend im Fahrzeugbestand weiter an, heißt es unter Verweis auf das aktuell bei 8,3 Jahren (Vorjahr: 8,1 Jahre) liegende Pkw-Durchschnittsalter.

Entsprechend schlecht wird der technische Zustand gerade dieser Fahrzeuge beschrieben. In der Altersgruppe über neun Jahre waren laut den Stuttgartern im ersten Halbjahr 70 Prozent der Fahrzeuge – entsprechend rund zwölf Millionen Pkw – mit Mängeln unterwegs.

Spitzenreiter in der aktuellen GTÜ-Statistik ist über alle Altersgruppen hinweg mit 24 Prozent die Mängelgruppe “Beleuchtung und Elektrik”, während Mängel an der “Bremsanlage” mit 19 Prozent auf Platz zwei folgen und mit 17,2 Prozent der dritte Platz an “Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen” geht.

Dahinter folgen “Umweltbelastungen” wie Motorabgase, Ölverluste, Lärmentwicklung etc. mit 15,7 Prozent und “Sonstige Mängel” (Scheibenwischer, Windschutzscheibe, Scheibenwaschanlage, Außenspiegel etc.) mit 13 Prozent.

Schlusslicht auf der Liste sind Mängel an “Fahrgestell/Rahmen/Aufbau” mit 11,1 Prozent. Die GTÜ appelliert vor diesem Hintergrund einmal mehr an alle Autofahrer, notwendige Reparaturen nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern frühzeitig eine Werkstatt aufzusuchen. “Nur so lassen sich verkehrssicherheitsrelevante Fahrzeugmängel wirksam reduzieren”, so de Biasi.

China scheitert erneut an US-Handelsbarrieren

China ist nun auch in zweiter Instanz vor der Welthandelsorganisation WHO mit seiner Beschwerde gegen US-amerikanische Strafzölle auf Importreifen gescheitert. Bereits im vergangenen Dezember hatte das erstinstanzliche Schlichtungs-Panel der WHO geurteilt, aus China in die USA exportierte Pkw- und LLkw-Reifen würden dort zu einer Marktzerrüttung führen. Chinesische Reifenimporte wurden für den zunehmenden Jobabbau in der US-Reifenindustrie verantwortlich gemacht, so dass seit September 2009 zusätzliche Importzölle von 35 Prozent, dann ein später von 30 Prozent und jetzt zum Ende dieses Monats an von 25 Prozent fällig werden, bevor die Maßnahme dann in einem Jahr ausläuft.

Das Urteil des zweitinstanzlichen Appellate Body kann nur durch einstimmigen Beschluss aller WHO-Mitglieder überstimmt werden. Anlässlich der neuerlichen Entscheidung weisen insbesondere chinesische Medien darauf hin, dass US-Endverbraucher ganz offenbar weiterhin lieber günstigere Importreifen als vermeintlich teurere Produkte aus heimischer Produktion kaufen. Während die Höhe der Importe aus China in 2010 um beinahe 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrach und im ersten Halbjahr 2011 um weitere sechs Prozent zurückging, stiegen gleichzeitig die Importe von Pkw- und LLkw-Reifen insgesamt um 20 bzw.

neun Prozent respektive an. Durch dieses Verhalten der US-Konsumenten werde “der Geist von Freihandel und Globalisierung” unterstrichen, den sich die WHO auf die Fahnen geschrieben hat, findet etwa die Zeitung “China Daily” und weist die Maßnahmen der USA noch einmal als Protektionismus gegen China zurück. US-Reifenhersteller könnten eben nicht so kostengünstig fertigen wie die Unternehmen in vielen anderen Ländern weltweit, stellt die Zeitung weiter fest.

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Leichtmetallrad „Turn“ wird in 14 bis 18 Zoll angeboten

Ab diesem Monat ist das neue Anzio-Rad “Turn” erhältlich. Angeboten wird es mit Vier- und Fünflochanbindung in Größen von 14 bis 18 Zoll: 5,5×14 Zoll, 6,5×15 Zoll, 6,5×16 Zoll, 7,5×17 Zoll sowie 8,0×18 Zoll. Damit kann laut dem zur Uniwheels-Gruppe gehörenden Unternehmen Anzio Wheels Sp.

z o.o. ein extrem breites Anwendungsgebiet abgedeckt werden.

Die als klassisch und elegant beschriebene Optik des einteilig ausgeführten neuen Rades ermögliche dessen Einsatz auf Kleinwagen ebenso wie eine Montage “auf stattlichen Limousinen”, sagt der Anbieter. Fünf schlank gestaltete, leicht geschwungen ausgeformte Doppelspeichen, die in ihrer Länge bis in das äußere Felgenhorn hineinreichen, sollen dem “Turn” genannten Modell zu einem – wie es weiter heißt – “wahrhaft großen Auftritt” verhelfen. Um dies noch zu unterstützen, setzt Anzio bei dem neu konzipierten Rad auf eine spezielle Oberflächengestaltung in Polarsilber, wobei diese widerstandsfähige Lackierung “Turn” zugleich auch vor Umwelteinflüssen schützen soll.

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Bridgestone erhöht in Nordamerika auch Lkw-Reifenpreise

Bridgestone will in Nordamerika jetzt auch seine Preise für Lkw- und Busreifen sowie für runderneuerte Reifen deutlich anheben. Wie es dazu heißt, sollen die entsprechenden Produkte per sofort um bis zu acht Prozent teurer werden. Zuletzt hatte Bridgestone seine Preise in Nutzfahrzeugsegment zum 1.

Juli in Nordamerika angehoben. Erst vor einer Woche hatte der japanische Reifenhersteller eine Preiserhöhung für Pkw- und LLkw-Reifen in Nordamerika zum 1. November angekündigt.

Neues Ringtread-Ganzjahresprofil für Busse vorgestellt

Marangoni stellt einen Ringtread-Ringlaufstreifen der neuesten Generation vor. Der Geschäftsbereich Ringtread Systems bietet das Profil namens “Bus100” für die Rundumbereifung von Bussen im Stadt- und Überlandverkehr als Ganzjahresprofil an. Das neue Ringtread-Profil liefere eine höhere Kilometerleistung und damit auch verbesserte Effizienz, heißt es dazu in einer Mitteilung.

Das Profil zeichne sich durch einen hohen Positivanteil aus; die Bodenaufstandsfläche sei für eine gesteigerte Laufleistung um mehr als fünf Prozent vergrößert worden. Zudem sollen massive Schulterpartien für maximale Stoßfestigkeit sorgen.

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Infinity-Reifen bei Driftmeisterschaft erfolgreich

Der französische Driftmeister Sébastien Lepert hat ein weiteres Rennen im Rahmen der “European Drift Championchip” gewonnen. Bei dem Rennen im spanischen Castellolí konnte Lepert erneut auf seine Infinity-Reifen vertrauen und siegte in der spanischen Driftmeisterschaft, die Teil des Europawettbewerbs ist. Lepert fährt einen Mazda RX7 und holte beim Event in Spanien gleichzeitig auch den dritten Platz in der “King of Europe Drift Series”.

Infinity-Reifen “helfen mir, das Auto zu kontrollieren, und unter die Besten zu kommen”, so der französische Driftmeister weiter. Laut Jorge Crespo, General Manager für Infinity in Europa, sei der Sieg eigentlich ein doppelter Sieg: Lepert habe gewonnen, aber auch die Reifenmarke Infinity. ab

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Uniwheels setzt „Wachstumsdynamik“ im ersten Halbjahr fort

Infolge einer “ausgezeichneten Auftragslage” hat die Uniwheels-Gruppe ihren Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2011 um rund 27 Prozent auf jetzt 170,9 Millionen Euro (Vorjahr: 134,1 Millionen Euro) gesteigert. Wie das Unternehmen weiter meldet, hätten insbesondere “neue Projekte im Erstausrüstergeschäft” das Wachstum beflügelt, obwohl auch das Zubehörgeschäft deutlich zugenommen habe. Die abgesetzte Stückzahl habe sich dabei im Berichtszeitraum sowohl durch Produktivitätssteigerungen als auch aufgrund der gestiegenen Nachfrage um 23 Prozent auf 3,7 Millionen Räder gesteigert.

Trotz gestiegener Materialkosten aufgrund höherer Rohstoffkosten für Aluminium, Strom und Gas sowie infolge von Anlaufkosten durch den Neuserienstart einiger Räder habe die Uniwheels-Gruppe ihren Rohertrag um 18 Prozent auf 70 Millionen Euro steigern können. Gleichzeitig lag der EBIT bei 8,9 Millionen Euro, was einer Steigerung von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr und einer aktuellen EBIT-Marge von 5,2 Prozent entspricht..

Michelin in Großbritannien weiter mit größten Online-Markenwert

Michelin ist in Großbritannien weiterhin die Reifenmarke, mit dem größten Online-Markenwert. Wie die Kollegen unserer englischsprachigen Schwesterzeitschrift Tyres & Accessories gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Envisional in ihrer neuesten Studie zum Markenwert festgestellt haben, vereint Michelin in Großbritannien auch im siebten Jahr in Folge die größte Online-Präsenz auf sich. Die Abstände zu den Reifenmarken ‚auf den Plätzen’ hat sich indes gegenüber den Erhebungen aus den Vorjahren verringert.

Während Michelin also weiterhin auf Platz eins der Studie rangiert, hat Pirelli sich gegenüber dem vergangenen Jahr von Platz sechs auf Platz drei verbessert, während Bridgestone vom zweiten auf den vierten Platz abfiel. Aktuell auf Platz zwei steht Continental (in 2010 Dritter), auf Rang fünf und sechs Goodyear und Dunlop (in 2010 Vierter resp. Fünfter).

Nicht unerheblich hinzugewonnen haben auch die Reifenmarken Hankook und Nexen. Insgesamt haben Tyres & Accessories und Envisional die Online-Markenwerte von 17 Reifenmarken analysiert und nach der sogenannten DEX-Methode die Durchdringung des Internets durch die jeweiligen Marken ausgewertet. ab.

Vorabveröffentlichung: Ihr September-Heft inkl. Beilage als E-Paper

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