Einträge von Andrea Löck

“Mehr Klarheit” in Sachen der Michelin-Umstrukturierungen gefordert

Wie mehrere Finanzinformationsdienste gleichlautend melden, bewerten Analysten der US-Bank JP Morgan die unlängst von Reifenhersteller Michelin vor dem Hintergrund eines gestiegenen Preisdruckes auf den Weg gebrachten Umstrukturierungen von Teilen seines Geschäftes in Europa und Südamerika zwar grundsätzlich positiv. Doch gleichzeitig wünschen sie sich offenbar, der Konzern würde dabei für – wie man es nennt – “noch mehr Klarheit” sorgen. Spekuliert wird in diesem Zusammenhang über mögliche weitere Maßnahmen, die kurzfristig negative Auswirkungen nach sich ziehen könnten.

Wobei man sich sicherlich nicht der Illusion hingeben sollte, dass den Finanzexperten hier etwa das Wohl oder Wehe möglicherweise davon betroffener Menschen am Herz liege. Vielmehr dürfte es die Konzernentwicklung bzw. deren Einfluss auf den Michelin-Aktienkurs sein, um die es dabei geht.

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Damoklesschwert Reifen schwebt über deutschem Formel-1-Lauf

Bernie Ecclestone hatte sich gewünscht, dass die Pirelli-Rennreifen dieses Jahr noch ein wenig mehr zum Spektakel Formel 1 beitragen, und was den bisherigen Saisonverlauf betrifft, kann er sich nicht beklagen. Auch nachdem zuletzt mehrere Reifenplatzer beim britischen Grand Prix in Silverstone für reichlich Diskussionen gesorgt hatten, Reifenausrüster Pirelli mehr oder weniger die Teams selbst als Schuldige daran identifiziert und nun modifizierte Gummis an den Nürburgring gebracht hat, wird es nicht ruhig um das Thema Reifen: Nicht nur, dass Mercedes-Teamchef Ross Brawn laut Motorsport-Total keine (Mit-)Schuld der Rennställe im Zusammenhang mit den Reifendefekten in Silverstone zu erkennen vermag, berichten nun Zeitungen wie unter anderem etwa Die Welt von einer “Drohung” der Fahrervereinigung GPDA (Grand Prix Drivers’ Association). Dem Blatt zufolge haben die Rennfahrer in einer Stellungnahme angekündigt, sich sofort “von der Veranstaltung zurückzuziehen, sollten ähnliche Probleme beim Deutschland-Grand-Prix auftreten” wie beim Rennen in Großbritannien.

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Aktion „Felge des Monats“ bei DBV ins Leben gerufen

Der Großhändler DBV mit Sitz im unterfränkischen Würzburg hat eigenen Aussagen zufolge im ersten Halbjahr den Absatz von Leichtmetallrädern seiner gleichnamigen Eigenmarke weiter steigern können – und das trotz der von dem Unternehmen als schwierig beschrieben Lage im Reifen- und Felgenmarkt. Als Dank an die Kunden für diesen Erfolg hat man jetzt eine besondere Aktion ins Leben gerufen. “Unser Erfolg brachte uns gleichzeitig auf die Idee, ab sofort und in unregelmäßigen Abständen eine ‚Felge des Monats’ zu offerieren.

Immer nur ein spezielles aktuelles Design. Und immer zum Sonderpreis”, erklärt Norbert Bathon, geschäftsführender Gesellschafter der DBV Würzburg GmbH. Den Anfang macht dabei aktuell das “Torino” genannte DBV-Rad, das bis zum 31.

Juli nun eben zu Sonderpreisen angeboten wird: Von der kleinsten Größe 6,5×15 Zoll über 7×16 Zoll und 7,5×17 Zoll bis hin zu 8×18 Zoll und 8.5×19 Zoll werden zwar bei jedem Dimensionssprung jeweils zehn Euro mehr fällig. Im Hinblick auf die vier unterschiedlichen Varianten – Silber, Schwarz, Schwarz poliert, Anthrazit poliert – spricht Bathon allerdings von einem “sozialistischen Einheitspreis”.

Bei Abnahme ab drei Satz sortiert bietet DBV seinen Kunden dabei ein Zahlungsziel von zwei Monaten an. Und bei größeren Mengen werde man sich – heißt es vonseiten des Unternehmens – “bemühen, preislich dynamisch zu reagieren”. cm

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Zypern-Engagement zahlt sich für Sailun aus

Vor rund einem Jahr hat Sailun das Unternehmen Kapodistrias zum Alleinvertriebspartner für seine Pkw- und Lkw-Reifen im zypriotischen Markt ernannt und es seither mit einer Reihe von Marketingaktivitäten unterstützt. Jetzt zieht man eine positive Zwischenbilanz der Zusammenarbeit: Dank strategischer und taktischer Maßnahmen rund um die Marke Sailun sei es gelungen, deren Bekanntheit in Zypern wirksam zu steigen und steigende Umsätze mit ihr zu erzielen. “Wir sind mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.

Unsere Marketingstrategie hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns mit so großem Erfolg auf dem Markt etablieren konnten – wir stehen voll hinter der Marke und werden auch weiterhin eng mit Sailun Europe zusammenarbeiten, um den Marktanteil der Marke Sailun zu erhöhen”, sagt Marios Kapodistrias, Kogeschäftsführer des zypriotischen Sailun-Partners. “Wir begrüßen und fördern die Formulierung und Umsetzung regionaler Marketingpläne. Das Kapodisitrias-Modell verdeutlicht, wie beeindruckend die Ergebnisse sein können – wir werden diese Unterstützung auf allen Märkten fortsetzen”, bekräftigt Martin West, Geschäftsführer für Sailun EMEA, die Unterstützung örtlicher Vertriebspartner der Marke.

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Technologiekooperation von Brembo, Magneti Marelli und Pirelli

Brembo, Magneti Marelli und Pirelli haben eine Kooperation vereinbart mit dem Ziel, gemeinsam “führende technologische Lösungen für die italienische und internationale Automobilindustrie zu entwickeln”. Am Beispiel seines sogenannten “Cyber Tyre” (die NEUE REIFENZEITUNG berichtete) verdeutlicht der Reifenhersteller, was darunter zu verstehen ist: Er soll im Rahmen der nun vereinbarten technologischen Zusammenarbeit mit Elektronikkomponenten von Magneti Marelli sowie dem Bremsen-Know-how kombiniert werden. “Die international anerkannten Fähigkeiten und Leistungen der drei italienischen Gruppen werden zu Synergien führen und zur Entwicklung von Lösungen insbesondere im Bereich Fahrzeugsicherheit, die vor dem Hintergrund der von der Europäischen Union angestrebten Grenzwerte für Kohlendioxidemissionen ab 2012 zugleich auch die Umweltbelastung reduzieren”, ist man bei Pirelli überzeugt.

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“P2”-Rad erweitert AZEV-Produktportfolio

Der zur Tyre24-Gruppe gehörende Räderhersteller AZEV mit Sitz in Kaiserslautern bringt ein neues Modell auf den Markt. Das Fünfspeichenrad hört auf den Namen “P2”, wird in den Größen 8,5×18 Zoll, 8,5×19 Zoll und 11×19 Zoll mit Einpresstiefen (ET) von 15 bis 50 Millimetern bzw. 24 bis 55 Millimetern (11×19 Zoll) bei Lochkreisen von 98 bis 130 Millimetern angeboten und soll mit “zeitlos-klassischer Eleganz” überzeugen.

Um die Karosserieformen moderner Fahrzeuge zu unterstreichen, hat man sich beim “P2” für ein leicht konkaves Sterndesign entschieden. Und dank einer als dezent beschriebenen Verlängerung der Speichen bis zum Felgenhorn erscheine das Rad optisch größer, heißt es weiter, während das Zusammenspiel mit der leicht konkaven Anordnung der Speichen dafür zuständig ist, dass das neue AZEV-Design während der Fahrt ein “dynamisches Bild” abgibt. “P2” ist Anbieteraussagen zufolge in den drei Farbvarianten “Nero”, “Nero frontpoliert” sowie “Himalaya frontpoliert” mit TÜV-Gutachten erhältlich.

Auszeichnung für Bridgestone-Winterreifenkampagne

Der 1936 in den USA gegründete Verband POPAI (Point Of Purchase Advertising International), der heute weltweit mehr als 2.000 Mitglieder (Europa: 1.000) zählt und sich für die Interessen der Industrie und des Handels sowie Produzenten und Dienstleistern rund um den Point of Sale (POS) einsetzt, vergibt alljährlich einen POS-Award für besonders gelungene Marketingmaßnahmen.

In der Kategorie Verkaufsförderung kann sich dieses Jahr Bridgestone über eine solche Auszeichnung freuen für seine Kampagne “Blizzak – die Winterprofis”. Die in Deutschland, Österreich und der Schweiz umgesetzte Verkaufsförderungsaktion in Verbindung mit einem Amazon.de-Gutschein als Incentive hat die Fachjury offenbar überzeugt.

“Eine optimal durchdeklinierte, multimediale Sales Promotion in einem schwierigen Markt, sehr hohen Teilnehmerzahlen mit starkem Verbraucher-Involvement”, wird die Bridgestone-Kamapgne zusammenfassend von ihr gewürdigt. Mit der Auszeichnung sieht der Reifenhersteller seine Leistungen bzw. die seiner Mitarbeiter bestätigt und unterstrichen, den Handelspartnern mit ganzheitlichen Konzepten und Maßnahmen eine starke Unterstützung im Abverkauf zu bieten.

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Erstes Lanxess-Werk in Russland nimmt Produktion auf

Lanxess hat seine erste Produktionsstätte in Russland eröffnet. In dem neuen Werk am Standort Lipezk stellt das Tochterunternehmen Rhein Chemie des deutschen Spezialchemiekonzerns polymergebundene Kautschukadditive vor allem für die Automobil- und Reifenindustrie der Märkte in Russland und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) her. Um eine Produktionsstätte für Heizbälge (Bladder), die bei der Reifenproduktion zum Einsatz kommen, soll das dortige Werk 2016 dann noch erweitert werden.

Das Gesamtinvestitionsvolumen wird mit einem Betrag im einstelligen Millionen-Euro-Bereich angegeben, die Zahl der mittelfristig neu entstehenden Arbeitsplätze mit 40. “Mit diesem Produktionsstandort unterstreichen wir unseren Fokus auf die globalen Wachstumsmärkte. Das gilt sowohl für den Konzern insgesamt als auch für die Rhein Chemie, die nun in allen BRIC-Märkten mit eigenen Werken präsent ist”, sagt Rainier van Roessel, Vorstandsmitglied der Lanxess AG.

Erst im Mai hatte die Rhein Chemie ein Werk für Hochleistungs-Bladder in Brasilien eröffnet. “Die Eröffnung unserer ersten Produktionsstätte in Russland ist ein weiterer Meilenstein für unser langfristiges Engagement in diesem Markt. Seit dem Markteintritt im Jahr 2009 konnten wir den Umsatz in Russland vervierfachen und strategische Partnerschaften in unseren Zielindustrien sowie mit Forschungseinrichtungen etablieren.

Mit der neuen Anlage werden wir das Marktpotenzial vor allem in der Automobil- und Reifenindustrie noch besser nutzen”, erklärt Lanxess-Vorstandsmitglied Werner Breuers. Studien zufolge seien für die russische Automobil- und Reifenindustrie mittelfristig jährliche Wachstumsraten im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zu erwarten. cm

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Kleine Firmen setzen beim Fahrzeugleasing zunehmend auf Kilometerverträge

Nach Aussagen von Arval Deutschland ist bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern das Leasing schon lange Zeit die Nummer eins, wenn es um Finanzierungsmethoden rund um Kraftfahrzeuge geht. Gemäß des aktuellen “CVO-Fuhrparkbarometers 2013”, für welches das Meinungsforschungsinstitut CSA im Auftrag des Corporate Vehicle Observatory (CVO) mehr als 3.650 Flottenentscheider in zwölf EU-Ländern (Deutschland: 300) rund um die Trends im Flottenmanagement befragt hat, ziehen nun aber auch die kleinen Unternehmen nach: Leasing mit Kilometervertrag werde bei ihnen immer beliebter, heißt es.

Allein in den letzten zwei Jahren soll bei Firmen mit bis zu neun Mitarbeitern eine Zunahme des Fahrzeugleasings mit Kilometervertrag um sechs Prozent verzeichnet worden sein. Gegenwärtig finanzieren demnach 23 Prozent der Unternehmen bis zu neun Angestellten ihren Fuhrpark auf diese Art. Zum Vergleich wird eine Quote von 45 Prozent für Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern genannt und bei Firmen mit mehr als 1.

000 Angestellten liege der Anteil bei 47 Prozent. Als Hauptgründe, die für Leasing mit Kilometerverträgen sprechen, haben die befragten Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern monatliche Fixkosten (30 Prozent), Budgetkontrolle (17 Prozent) und ein ausgelagertes Restwertrisiko (13 Prozent) genannt.

Dinge wie inkludierte Wartung, Beratung im Fuhrparkmanagement oder Outsourcing von Fuhrparkprozessen werden zwar mitunter genutzt, spielen derzeit aber offenbar noch eine untergeordnete Rolle. “Die Vorteile, die durch zusätzliche Serviceleistungen bei Leasing mit Kilometervertrag entstehen, werden von den Fuhrparkverantwortlichen häufig noch unterschätzt – denn auch technische Risiken lassen sich durch die Auslagerung von Wartung und Reifenservice minimieren. Die Inanspruchnahme einer integrierten externen Beratung ermöglicht darüber hinaus, die Prozesse im Fuhrpark zu optimieren.